Du und dein Verein können bei der Verbesserung von Umweltstandards und Menschenrechten in der Sportindustrie helfen. Die Kampagne „Sport handelt Fair“! zeigt dir wie es geht.

Team hält Hände über Basketball

Nachhaltigkeit und Sport – wie geht das zusammen, fragst du dich? Sportvereine können eine aktive Rolle zur Verbesserung der Umwelt sowie Menschen- und Arbeitsrechte in der Sportindustrie einnehmen. Genau dabei unterstützt die Kampagne „Sport handelt Fair“. In der bundesweiten Kampagne versammeln sich NGOs, Sportvereine, Verbände und Kommunen, die sich bereits aktiv für die Themen Sport, Fairer Handel und Nachhaltigkeit einsetzen, um andere Akteur*innen aus unterschiedlichsten Bereichen dabei unterstützen, ihrem Beispiel zu folgen.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie sich beispielsweise dein Verein, deine Kommune oder Schule für mehr globale Gerechtigkeit im Sport einsetzen kann.

Zu Beginn solltest du dir weitere Mitstreiter*innen suchen, um gemeinsam eine erste Ideensammlung für den Vorstand aufzubereiten, welche die möglichen Potenziale im Nachhaltigkeitsbereich aufzeigen. Vielleicht ist dir aufgefallen, dass nach Spieltagen besonders viel Plastikmüll auf dem Sportgelände liegen bleibt. Oder vielleicht gibt es auf der Speisekarte als vegetarische Alternative zu Currywurst mit Pommes bisher eben „nur“ Pommes. Oftmals sind besonders ehrenamtliche Vorstände bereits mit anderen operativen Tagesaufgaben an der Belastungsgrenze. Eine engagierte Projektgruppe zur Unterstützung des eigenen Vereins wird dabei helfen, notwendige zeitliche Ressourcen zu finden und mögliche Bedenken des Vorstandes zu entkräften. Gemeinsam solltet ihr Potentiale im Nachhaltigkeitsbereich für den Vorstand so aufbereiten, dass dieser die Nachhaltigkeitsstrategie ebenfalls als wichtiges Projekt begreift und euch unterstützt.

Aktiv werden können Vereine in zahlreichen Bereichen, so zum Beispiel beim Einkauf von Sportbällen, Trikots oder Merch-Artikeln, die allesamt schon in „fair“ verfügbar sind. Weitere Möglichkeiten, mehr Nachhaltigkeit zu integrieren sind Sportevents. Hier kann man regionale, saisonale und vegetarische Verpflegung anbieten, auf eine Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen achten, Müll vermeiden oder Sponsor*innen suchen, die selbst auf Nachhaltigkeit Wert legen. Aktiv werden kann man auch bei anstehenden Erneuerungen der eigenen Sportstätten oder im Bereich Inklusion.

Die Umstellung auf ein nachhaltiges Vereinsmodell kostet erstmal etwas Zeit und Geduld, aber man kann damit viel erreichen und zudem eine Vorreiter-Rolle einnehmen. Beispielsweise könnten  nachhaltige Produkte etwas kostspieliger sein oder sie sind schwieriger zu finden, als wenn man  einem herkömmlichen Sportkatalog aufschlägt. Um dafür Verständnis zu erzeugen, muss der Nachhaltigkeitsansatz frühzeitig an alle Mitglieder, Geschäftsführung und im Vorstand kommuniziert werden.

Mehr Tipps zur Vorgehensweise und gute Beispiele findest du in unserem Leitfaden „Der nachhaltige Sportverein der Zukunft“ und auf www.sporthandeltfair.com

Ob als Lehrer*in, Trainer*in, Vereinsmitglied, Fan oder Vertreter*in aus Verwaltung und Politik – wir unterstützen gern bundesweit mit innovativen Bildungsangeboten, fachlicher Unterstützung zur fairen Beschaffung oder zur Umsetzung nachhaltiger Sportevents sowie Vernetzungsmöglichkeiten und Infos zu aktuellen Aktionen in eurer Region.

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von der Kampagne „Sport handelt Fair“.