Die Faire Woche ist seit 20 Jahren die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland. Sie bildet den Rahmen für mehr als 2.000 Veranstaltungen im ganzen Land, die jedes Jahr in der zweiten Septemberhälfte dazu einladen, den Fairen Handel, seine Produkte sowie Möglichkeiten des eigenen Engagements kennenzulernen.

Werbebanner der Fairen Woche mit der Aufschrift "Zukunft fair gestalten". Daneben steht eine Person auf einer Leiter. In einem orangefarbenen Kasten steht der Hashtag fairhandeln für Menschrechte weltweit.
© Forum Fairer Handel/C. Ladiges

Die Faire Woche findet vom 11. bis 24. September 2021 statt. Viele Verkostungsaktionen, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen und Filmabende werden von Weltläden, Supermärkten, gastronomischen Betrieben, Fairtrade-Towns- und Schools und vielen weiteren Akteuren veranstaltet. Zu den Höhepunkten der Fairen Woche gehören auch die Begegnungen mit Vertreter*innen der Handelspartner aus den Produktionsländern. Sie ermöglichen einen direkten Austausch zwischen den Menschen, die am Anfang und am Ende der Lieferketten stehen.
Veranstaltet wird die Faire Woche vom Forum Fairer Handel in Kooperation mit Fairtrade Deutschland und dem Weltladen-Dachverband – in diesem Jahr bereits zum 20. Mal. Finanziert wird sie vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, von den kirchlichen Hilfswerken Brot für die Welt und Misereor, der Postcode Lotterie sowie durch Beiträge der Veranstalter. Ein dreiköpfiges Organisationsteam recherchiert Informationen zum jährlich wechselnden Thema der Fairen Woche, erstellt Aktionsmaterialien, die die lokalen Veranstalter kostenlos beziehen können, und stehen für Fragen und Beratung zur Verfügung.
Große Fair-Handels-Organisationen haben die Faire Woche 2001 mit dem Ziel initiiert, mit einer gemeinsam veranstalteten Aktionswoche eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Dieses Ziel wurde erreicht. Denn mittlerweile geht das Spektrum der Akteure, die sich mit eigenen Veranstaltungen an der Fairen Woche beteiligen, weit über die eigentlichen Fair-Handels-Initiativen hinaus. Die Aktionswoche hat sich längst als fester Termin in den Kalendern zahlreicher Gruppen etabliert. Für diesen Erfolg ist das Engagement der vielen tausend Aktiven in den Organisationen vor Ort die Grundlage. Aber auch die Unterstützung von vielen bekannten Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Social Media trägt dazu bei, eine große Öffentlichkeit mit dem Fairen Handel in Berührung zu bringen.
Claudia Brück, Vorständin „Kommunikation, Politik und Kampagnen“ bei Fairtrade Deutschland, gehört zu den Erfinder*innen der Fairen Woche. Zurückblickend sagt sie: „Wenn ich darüber nachdenke, gibt es eigentlich in jedem Jahr etwas, das mir in Erinnerung geblieben ist: Sei es das Kochevent mit Starkoch Johann Lafer, die Eröffnung der Fairen Woche vor dem Kanzleramt in Berlin oder in den Markthallen in Kreuzberg oder in der kolumbianischen Botschaft“.
Auch Christoph Albuschkat, beim Weltladen-Dachverband für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, gehört seit Anfang an zum Organisationsteam der Fairen Woche. Er ist begeistert, dass die Zahl der lokalen Mitveranstalter im Laufe der Jahre so stark gewachsen ist. „Toll wäre es“, so Albuschkat, „wenn sich noch mehr Unternehmen an der Fairen Woche beteiligen würden, mit Probieraktionen in Betriebskantinen, mit Infoständen oder anderen Veranstaltungen.“
Alle Informationen zur Fairen Woche sowie der Veranstaltungskalender unter www.fairewoche.de.