• Klimaschutz
  • Walderhalt
10. November 2021
© EFTA

Der Fair Trade-Pionier GEPA hat zusammen mit weiteren Mitgliedern der European Fair Trade Association (EFTA) die Kampagne CLIMATE JUSTICE - LET'S DO IT FAIR zum Thema Klimagerechtigkeit ins Leben gerufen.

 

Damit Kleinbäuer*innen im Globalen Süden ein menschenwürdiges Leben führen können, rückt ein Thema immer mehr in den Fokus: Klimagerechtigkeit. Schließlich macht die Klimakrise die weltweit bestehenden Ungerechtigkeiten nur noch größer: Die Menschen, die am wenigsten zu der immer bedrohlicheren Lage beigetragen haben, leiden am meisten unter den Folgen des menschengemachten Klimawandels.

 

© EFTA

Fair Trade-Unternehmen aus sechs Ländern ziehen an einem Strang

Mit der europäischen Klimakampagne setzt sich der Fair Trade-Pionier GEPA zusammen mit weiteren Mitgliedern der European Fair Trade Association (EFTA) aus sechs Ländern für mehr Klimagerechtigkeit ein. Das Motto lautet „CLIMATE JUSTICE – LET’S DO IT FAIR“, zur Verbreitung in den sozialen Medien dient der Hashtag #letsdoitfair. Die Kampagne wird begleitet von umfangreichem Bild- und Videomaterial, darunter auch die folgende Zusammenfassung einer Befragung verschiedener Vertreter*innen von Unternehmen des Fairen Handels in 12 verschiedenen Ländern des Globalen Südens. Sie berichten aus erster Hand, wie sie bereits von der Klimakrise betroffen sind und welche Maßnahmen sie schon ergreifen (müssen).

© EFTA

Vegane Klimaschokolade als Aktionsprodukt

Passend zur Kampagne hat die GEPA auch ein Aktionsprodukt auf den Markt gebracht: die vegane Klimaschokolade „#Choco4Change Vegan“. Sie ist nicht nur mit reiner Dattelsüße gesüßt, sondern unterstützt auch ganz konkret einen Handelspartner in Tunesien, der schon jetzt massiv von den Folgen des Klimawandels betroffen ist: Bei Beni Ghreb sind rund 120 Dattelbauern organisiert, die mit Hilfe der Klimaschokolade der GEPA Missernten vorbeugen können. Schließlich leidet der Dattelanbau bereits stark an den Folgen des Klimawandels, zum Beispiel durch lange Trockenperioden. In der Folge sind die Datteln nicht mehr so saftig, wie sie früher einmal waren, und können oft nur noch in reduzierten Mengen auf den Markt gebracht werden. Trockene und schrumpelige Datteln lassen sich nun mal nicht so gut verkaufen.

Neue Absatzchancen für Partner in Tunesien

Die Weiterverarbeitung dieser trockenen Datteln zu gemahlenem Pulver bietet den Kleinbauern jedoch eine neue Chance, da dieses als Süßungsmittel genutzt werden kann. Von jeder verkauften Tafel der „#Choco4Change Vegan“ gehen 20 Cent direkt an Beni Ghreb in Tunesien. Das Geld soll in eine weitere Verarbeitungsanlage fließen, um die Absatzchancen der Dattelbauern weiter zu verbessern. So werden auch junge Menschen in Tunesien eher dazu motiviert, zu bleiben, und nicht in die großen Städte oder ins Ausland abzuwandern. Ihr bekommt die Schokolade zum Beispiel im Weltladen, in Bioläden sowie im gut sortierten Lebensmittelhandel oder im Onlineshop der GEPA unter gepa-shop.de

Ausführliche Informationen zur internationalen Klimagerechtigkeitskampagne stellt die GEPA außerdem unter gepa.de/climatejustice-letsdoitfair zur Verfügung.