Honig gehört zu den ersten und beliebtesten Produkten des Fairen Handels, zudem leistet das Naturprodukt einen wichtigen Beitrag für Artenvielfalt und Klimaschutz. Im Frühjahr hat die GEPA ihr Honigsortiment erneuert – und es von der Wabe bis ins Regal klimaneutral gemacht. In der Fairen Woche und bis Ende 2021 steht Honig weiterhin im Fokus.

© GEPA - The Fair Trade Company / Caroline Schreer

Der Fairen Handel ermöglicht den Mitgliedern der Imkergenossenschaften, mit denen die GEPA zusammenarbeitet, die Chance auf ein besseres Leben und Zusatzeinkünfte. Da die Bienenhaltung hinsichtlich Materialeinsatz, Landnutzung oder Wasserverbrauch nur wenige Ressourcen erfordert, können die Imker*innen so auch ihre Abhängigkeit von anderen Produkten wie Kaffee reduzieren. Darüber hinaus trägt die Bestäubungsleistung der Bienen nicht nur bei den Imkerfamilien, sondern weltweit, zur Ernährungssicherheit bei. 

Von der Wabe bis ins Regal klimaneutral 

Das neue Honig-Sortiment bildet für die GEPA auch den Startpunkt für ihren mehrjährigen Schwerpunkt Klimagerechtigkeit. Peter Schaumberger, Geschäftsführer Marke und Vertrieb, erklärt: „Klimaneutralität ist ein wichtiger Teil der Klimagerechtigkeit. Daher haben wir uns dafür eingesetzt, dass das gesamte Honigsortiment jetzt von der Ernte und Produktion bei unseren Partner*innen bis ins Regal hier bei uns in Deutschland klimaneutral ist: also von der Wabe bis ins Glas! Klimagerechtigkeit geht aber noch ein Stück weiter und ist für uns untrennbar mit Handelsgerechtigkeit verbunden. Denn mit den Kleinbäuer*innen und Imker*innen trifft die Klimakrise diejenigen am härtesten, die am wenigsten dazu beigetragen haben.“ 

Lucas Silvestre Garcia, Geschäftsführer von GEPA-Honig-Partner Guaya’b (Guatemala) betont: „Der Klimawandel hat globale Auswirkungen. Das Wachstum der nektar- und pollenproduzierenden Pflanzen wird gestört und damit auch das Verhalten der Bienen. Als Partner der GEPA konnten wir die Wiederaufforstung mit bienenfreundlichen und blütenreichen Pflanzenarten fördern.“ 

Fairer Honig bietet Perspektiven für die Menschen im Ursprungsland 

Kaffeebauer und Imker Juan Carlos Guzmán Girón vom mexikanischen GEPA-Partner Tzeltal Tzotzil wollte aufgrund mangelnder Verdienstmöglichkeiten auswandern. In der Bienenzucht fand er jedoch neue Chancen. „Von den Einnahmen habe ich sehr profitiert“, so der 24-Jährige. Und warum spielt der Faire Handel dabei eine zentrale Rolle? „Weil die GEPA besser zahlt als woanders. Die Zwischenhändler bezahlen viel weniger.“ Die ganze Familie von Juan Carlos Guzmán Girón profitierte von der Bienenstock-Initiative der GEPA. Über die Genossenschaft bekam sie von der GEPA finanzierte Bienenstöcke sowie wichtige Möglichkeiten zur Weiterbildung. 

Die GEPA kompensiert ihren CO2-Abdruck entlang der Honiglieferkette 

Die GEPA ließ zusammen mit dem kirchlichen CO2-Kompensationsfonds „Klima-Kollekte“ ihren CO2-Fußabdruck entlang der Honiglieferkette berechnen. In der Folge kompensiert das Unternehmen die damit verbundenen CO2-Emissionen über ein Projekt der Klima-Kollekte. Unter anderem werden dabei die Emissionen gemessen, die während des Transportes, bei der Entnahme der Honigwaben sowie beim Transport zum Hafen entstehen. Gleiches gilt für den Schiffstransport nach Europa und den Weg vom Abfüller zur GEPA sowie weiter in den Handel. Sowohl die GEPA in ihrer Zentrale in Wuppertal als auch der Honigabfüller arbeiten zu 100 Prozent mit Ökostrom. 

Honig-Themenspecial auf GEPA.de  

Auf gepa.de/honeybefair präsentiert die GEPA ihr umfangreiches Themenspecial zum neuen Honigsortiment. Dort finden Interessierte eine Musterkalkulation, Portraits und Videos der Partner, ein Honig-ABC sowie viele weitere Informationen rund um den fairen und klimaneutralen Honig.