Durch den Zusammenschluss mit anderen erreichen Bäuerinnen mehr Selbstbestimmung, Zugang zu Bildung und einem fairen Einkommen.

Durch Kooperativen stärken Kaffeebäuerinnen ihre Rechte. © Kaffee-Kooperative

Ob Genussmittel oder einfach nur Wachmacher, ein Tag ohne Kaffee ist für viele unvorstellbar.  Für den stetigen Nachschub an Kaffee sorgen rund 25 Millionen Kaffeebäuerinnen und -bauern in Lateinamerika, Asien und Afrika. Vor allem Frauen machen hier die Arbeit. Aber gerade sie profitieren vom Umsatz mit Kaffee am wenigstens. Nur rund 30 Prozent der Erlöse kommen bei ihnen an. Anders sieht es aus, wenn Frauen – aber auch Männer – sich in Kooperativen zusammenschließen. Das Wort Kooperative gibt schon einen ersten Hinweis darauf, worum es im Kern geht: Kooperation, sprich Zusammenarbeit. Gemeinsam wollen die Bäuerinnen und Bauern höhere Preise für ihre Produkte erzielen und ihre Arbeitsbedingungen verbessern. Die Mitgliedschaft in einer Kooperative verschafft ihnen außerdem einen besseren Zugang zu Weiterbildungen und neuen Technologien. Auch die Erschließung neuer Märkte und Kunden fällt als Gemeinschaft leichter. Die Kosten dafür tragen sie selbst. Jedes Mitglied einer Kooperative zahlt einen Beitrag, der zum Nutzen aller in moderne Maschinen, Trainings oder andere Ressourcen investiert wird. Investitionen dieser Art allein zu stemmen, ist für viele schließlich unmöglich.  

Unabhängiger von Männern dank Frauenkooperativen 

„Die großen Investitionen wie Schulgebühren, Land oder Tiere kaufen und Verbesserungen am Haus bezahlen wir aus den Ersparnissen des Kaffees“, erzählt Beatrice Mukarutesi. Das ist möglich, da sie sich in einer Frauenkooperative in Ruanda organisiert hat. So hat sie beispielsweise gelernt, wie sie neben dem Kaffee Obst und Gemüse für die Eigenversorgung anbaut. Dadurch braucht sie von den Einkünften aus dem Kaffeeanbau nicht mehr alle Lebensmittel des täglichen Bedarfs kaufen. Beatrice ist eine der Bäuerinnen, die den Kaffee von Anqelique’s Finest anbauen, dessen Konzept Ihnen und anderen Kaffeeproduzentinnen höhere Einkünfte und damit ein deutlich besseres Leben ermöglicht. Gerade für Frauen verbessern sich die Zukunftsperspektiven in einer Kooperative deutlich. Denn gemeinsam sind sie stärker.  

Übrigens, die Idee von Kooperativen kommt aus Deutschland. „Einer für alle, alle für einen“ war Leitspruch landwirtschaftlicher Genossenschaften, die sich im 19. Jahrhundert gegründet hatten und deren Erfolgsgeschichte heute nicht nur in Ruanda weitergeschrieben wird. Mehr zur Historie hier