Gleich zwei schwere Hurrikans bedrohen Mittelamerikas Kaffeeanbau.

Vom Supermarktregal in den Vorratsschrank und am nächsten Tag frischgebrüht in der Lieblingstasse – der geliebte Kaffee am Morgen. Wir alle kennen ihn, doch kennen wir auch seine Herkunft und die Probleme, die der Kaffeeanbau mit sich bringen kann?

© TransFaire.V._Sean_Hawkey

Die Nachrichten werden momentan von den immer gleichbleibenden Themen dominiert, dabei gehen leider viel zu häufig wichtige andere Meldungen unter – vielleicht hast du aber mitbekommen, dass Anfang November innerhalb kürzester Zeit gleich zwei Hurrikans in Richtung Mittelamerika ausgebrochen sind. Diese Wirbelstürme haben große Schäden angerichtet, die auch die Handelspartner von GEPA in Nicaragua, Honduras und Guatemala zu spüren bekommen, da die gerade begonnene Erntezeit stark beeinflusst ist. Die Schäden reichen von beschädigter Infrastruktur, die es den Arbeitskräften zum Teil unmöglich macht, in die Anbaugebiete zu gelangen, über beschädigte Kaffeepflanzen bis hin zu vollends zerstörten Kaffee-Parzellen.

Die Menschen bangen zurecht um ihre Ernte, welche im schlimmsten Fall nicht mehr gerettet werden kann und für einen Produktionsrückgang von 10-30 Prozent sorgen könnte. Die GEPA unterstützt ihre Handelspartner bereits, wo sie kann und bietet zinslose Vorauszahlungsvolumen in Höhe von 100.000 USD Dollar je Handelspartner an. Da jedoch gerade nach solchen Katastrophen jede Hilfe zählt, kannst auch du die Handelspartner unterstützen. Dafür musst du gar nicht viel tun! Das Zauberwort heißt Fair-Trade – verwende bei deinem Kaffee am Morgen, dem Käffchen zum Kuchen oder jetzt in der Vorweihnachtszeit beim Adventskaffee nicht irgendeinen Kaffee, sondern Fair-Trade-Kaffe. Und ganz ehrlich, so ein Kaffee hat auch seinen Preis verdient. Oft gehen nicht mehr als 5% an die Familien, die ihn anbauen. Der Rest fließt in den Transport, die Rösterei, den Handel und die Steuern.

Je höher also die Nachfrage an Fair-Trade-Kaffee ist, desto mehr vorhandene Kaffeebestände müssen die Importeure einkaufen. Mit dem Gewissen, beim Kaffee trinken etwas Gutes zu tun und durch den Kauf von Fair-Trade-Kaffee betroffene Partner*innen und Produzent*innen zu unterstützen, schmeckt er doch gleich doppelt so gut.

Mehr Informationen zum Beitrag und der GEPA findest du hier:
https://www.gepa.de/home/meldungen/hurrikans-eta-und-iota.html